Geopolitische Lage:Heimische Energie als Stabilitätsanker
Die Frage, warum heimische Brennstoffe gerade jetzt besonders sinnvoll sind, lässt sich nicht ohne den globalen Kontext beantworten.
Fossile Energieträger unter Druck
Die deutsche Energieversorgung bleibt auf absehbare Zeit hochgradig verwundbar gegenüber geopolitischen Krisenherden weltweit – das zeigen die vergangenen Jahre deutlich. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 wurden die strukturellen Abhängigkeiten sichtbar. Die fossile Energiekrise hat die strukturellen Risiken einer auf Gas, Öl und kritischen Rohstoffen basierenden Versorgung erneut offengelegt.
Die EU hat allein aufgrund gestiegener Preise zusätzliche 24 Milliarden Euro für Energieimporte ausgegeben – ohne ein einziges zusätzliches Energiemolekül dafür zu erhalten. Diese Zahlen machen deutlich, was Abhängigkeit von globalen Rohstoffmärkten in der Praxis bedeutet.
Holz: Regional, planbar, krisenresistent
Holzpellets, Scheitholz und Briketts aus Deutschland oder dem deutschsprachigen Raum unterliegen diesen Risiken strukturell kaum. Die Angebotsstruktur des deutschen Pelletmarktes ist durch hohe Inlandsproduktion und die Nutzung heimischer Reststoffe fundamental von den geopolitischen Risiken entkoppelt, die die globalen Märkte für importiertes Öl und Gas prägen.
Wer sich mit Holzbrennstoffen eindeckt, kauft regionale Wertschöpfung, kurze Transportwege und eine Energiequelle, die nicht durch Pipelinepolitik oder Tankerrouten beeinflusst wird.
CO₂-Bepreisung macht fossile Alternativen teurer
Ein weiterer Faktor spielt langfristig für Holzbrennstoffe: Die steigende CO₂-Abgabe auf fossile Energieträger. Der entscheidende Faktor für die Wirtschaftlichkeit von Holzpellets ist der wachsende, politisch verankerte Preisvorteil gegenüber Heizöl und Erdgas – die steigende CO₂-Abgabe auf fossile Brennstoffe macht das Heizen mit Pellets nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch zunehmend rational aus ökonomischer Sicht.